Hypertonie? Der Kessel pfeift – Bluthochdruck-Alarm!
Bluthochdruck – eine seltene Erkrankung?
In der Praxis begegnen sie uns täglich: Die Patient*innen mit Hypertonie. Zumeist sind sie schon „eingestellt“, aber längst nicht allen ist es bereits bekannt, dass sie einen Bluthochdruck haben – denn für gewöhnlich geht es den Menschen damit nicht übermäßig schlecht. Im Gegenteil, viele fühlen sich zunächst vital und energiegeladen. Davon darf man sich aber nicht täuschen lassen. Statistisch gesehen leiden nämlich in Deutschland 30% der Erwachsenen, über dem 70. Lebensjahr sogar etwa 75% an Bluthochdruck.
Woher kommt’s?
Hypertonie kann primär ausgelöst werden – zum Beispiel durch Übergewicht, Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum, Bewegungsmangel. Aber auch Darmdysbiosen oder hormonelle Dysbalancen – selbst medikamentös ausgelöst z.B. durch die regelmäßige Einnahme von cortisolhaltigen Präparaten – können zu einem Bluthochdruck führen.
Aber das muss man doch merken…!?
Amanda F. (52 Jahre) beispielsweise hatte vor cirka einem halben Jahr eine Blutdruckentgleisung, die sie mit Nasenbluten, Herzrasen und Panikgefühlen in die Notaufnahme brachten. Seither war sie auf eine recht hohe, dreimal täglich einzunehmende Blutdruckmedikation eingestellt, die ihr zunächst zwar Linderung verschaffte. Zuweilen gab es weiterhin Bluthochdruckkrisen, aber mitunter auch ein starkes Absacken des Blutdrucks mit Schwindelgefühlen. Vor der Einlieferung in die Notaufnahme durch ihren Ehemann konnte sie von keinen Schwierigkeiten mit dem Blutdruck berichten. Dafür umso mehr von ihrem stresserfüllten Job als Projektmanagerin.
Oder Thomas G. (43 Jahre), Mitarbeiter einer technischen Forschungseinrichtung bei einem großen Autokonzern, der von Hypertonie auch nichts wusste, jedoch immer wieder über Kopfweh klagte, und bei mir in der Praxis einen Blutdruck von 165/100 aufwies. Dabei hatte er bereits etwa eine halbe Stunde mit mir ein ruhiges Gespräch geführt und dabei zufrieden Tee getrunken. Das daraufhin erstellte Blutdrucktagebuch zeigte nach einer Woche, dass diese Werte für ihn eigentlich üblich waren.
Ab wann ist es eine Hypertonie?
Per Definition ist der 1. Grad der Hypertonie, welcher noch keine Organschäden verursacht, als „mild“ eingestuft. Er beläuft sich auf systolischen/diastolischen Blutdruck von 140-159/90-99. Alles darüber kann zu Organschäden führen, wobei Grad 2, die mittlere Hypertonie, mit Werten von 160-179/100-109 eingestuft wird, und der Grad 3, die schwere Hypertonie, alles über 180/110 meint. Grad 3 Hypertonie muss zwingend sehr schnell ärztlich behandelt werden, da dies schwere Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall haben kann – allerdings sollte man sich auch bei Grad 2 nicht allzu viel Zeit lassen.
Zum Vergleich: Ein normaler Blutdruck – in Ruhe! – liegt bei 120-129/80-84. Natürlich steigt der Blutdruck physiologisch an, wenn man sich körperlich betätigt, Sport treibt oder sich aufregt. Nur muss er sich im Anschluss wieder normal „nach unten“ korrigieren.
Und warum?
Nach Ausschluss anderer Erkrankungen war mittels Erhebung von Laborwerten klar, dass Amanda F. eine Östradioldominanz bei gleichzeitig schwacher Cortisolkurve aufwies. Wir rhythmisierten ihre Hormondrüsen und führten hochdosierte Nährstoffe zu, um die Nebennieren zu unterstützen. Sie bekam zudem Heel Cosmochema® Herztropfen verordnet, die ihr – parallel zur allopathischen Medikation – halfen, den Blutdruck zu kontrollieren. Wir vereinbarten auch, feste Zeiten einzuhalten, in denen sie ihre beruflichen Kommunikationsmittel wie Handy und Laptop konsequent ausgeschaltet lassen sollte, z.B. von 21 Uhr abends bis 7 Uhr morgens, am Wochenende und im Urlaub.
Die allopathische Blutdruckmedikation konnte nach etwa einem halben Jahr unserer Therapie durch den behandelnden Arzt auf eine Minimaleinstellung reduziert werden.
Bei Thomas G. stellte sich heraus, dass er an einer anhaltenden Cortisolhochlage, sowie einer deutlichen Darmentzündung litt. In der Therapie führten wir einerseits Darmbakterien zu, die laut der Stuhldiagnostik im Labor im Mangel waren, minimierten andererseits Fäulniskeime (Escheria coli), welche im Übermaß vorlagen und konnten die Darmentzündung zum Abklingen bringen. Gleichzeitig erfolgte eine Ernährungsumstellung zu ballaststoffreicher Kost und dem vollständigen Verzicht auf Produkten vom Schwein. Darüber hinaus führten wir feste Pausen-Tage ein, die ihm helfen, seinen alltäglichen Stress zu reduzieren. Dreimal täglich Pascoe® Hypercoran half zudem, den Blutdruck innerhalb weniger Wochen zu stabilisieren und zu senken. Er ist zwischenzeitlich im Schnitt bei etwa 140/95, Pascoe® Hypercoran nimmt er nun – etwa ein Dreivierteljahr später – noch einmal täglich als Dauermedikation ein.
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